SÜDERLÜGUM

GRUNDSCHULE

 

Noldes Bild der "gestreiften Ziege"

wird zur Skulptur

Das „Stillleben mit gestreifter Ziege“ ist das wohl außergewöhnlichste Gemälde aus der Gruppe von Noldes Stillleben und kennzeichnend für das Farbgefühl und die Gestaltungskraft des Künstlers.


Die Tigerenten machten sich nun daran, diese „flache Bild-Ziege“ in eine Ton-Skulptur zu verwandeln.

Im Kunstunterricht der Schule steht häufig  das 2-dimensionale Malen und Zeichnen sehr im Vordergrund.


Doch auch und gerade die bildhafte Gestaltung, sprich: Modellieren bzw. eine Skulptur herstellen ist sehr wichtig für:

  • die Ausbildung von Materialsensibilität,
  • das Materialerlebnis (Erfahrungen machen, etwas selbst in die Hand zu nehmen),
  • Materialästhetik (Werke betrachten und Dinge aus einem neuen Blickwinkel sehen),
  • Handwerkliche Geschicklichkeit (Umgang mit Werkstoffen und entsprechenden Werkzeugen)
  • Schulung der Räumlichen Wahrnehmung
  • Förderung des genauen Hinsehens


Für Grundschüler ist das Modellieren mit Ton besonders gut geeignet, da Korrekturen möglich sind und viel mit den Händen gearbeitet wird.


Das Arbeiten mit Werkzeugen ist nicht im Vordergrund, sondern die direkte Berührung mit dem Material. Deshalb stimuliert Ton in besonderer Weise den Tastsinn.

Taktil-haptische Phänomene wie Druck-, Berührungs-, Gewichts- oder Temperaturempfindungen werden dabei ausgelöst. Die größte Sensibilität für taktile Wahrnehmungen haben die Hände, vor allem die Fingerspitzen.


Die Form entsteht durch Streichen, Hineindrücken, Biegen oder Zusammenstauchen des Tons mit den Fingern.

Wenn die Hände zu trocken sind, kann der Ton schnell spröde oder trocken werden. Um dem entgegenzuwirken kann man Ton beim Arbeiten anfeuchten, aber prinzipiell gilt: so wenig Wasser wie möglich.